Jeder Mensch hat einen Seelenstein.
Dieser wird auch Rufstein (schamanisch) oder auch Geburtsstein genannt. Weitere Begriffe sind Kraftstein, Schicksalsstein oder Karma-Stein. Ich bevorzuge den Begriff Seelenstein.

Um deeinen Seelenstein zu bestimmen werden oft das Geburtsdatum und der Aszendent herangezogen. Dieses Konzept ist aber sehr ungenau, wenn nicht gar fragwürdig. Vergleiche: Edelsteine für Sternzeichen? Das Konzept Geburtsstein

Wenn astrologische Tabellen nicht greifen, bleibt eine andere, viel ältere Form der Erkenntnis: Resonanz.
Du bestimmst deinen Seelenstein nicht mit Tabellen, sondern du fühlst ihn – aus tiefstem Herzen.

Fühle deinen Seelenstein

Viele Menschen erwarten beim Seelenstein einen Aha-Moment, ein klares Zeichen: Ein inneres „Das ist er!“. Das kann sehr gut so sein.
Es kann aber auch ein Prozess sein:

  • Du greifst immer wieder nach ihm.
  • Dein Blick bleibt an ihm hängen.
  • Andere Steine kommen und gehen – dieser bleibt.

Nicht weil er „stärker“ ist, sondern weil er passt.

Drei Ebenen der intuitiven Wahl

1. Farbe – der erste Schlüssel

Farben wirken unmittelbar. Noch bevor wir denken, reagieren wir.

Frage dich nicht:

Welche Farbe steht wofür?

Sondern:

Welche Farbe zieht mich an – gerade jetzt?

Das ist keine feste Zuordnung. Es ist ein Spiegel.

2. Energie – wie fühlt sich der Stein an?

Halte den Stein in der Hand.
Ohne Erwartung. Ohne Ziel.

Achte auf:

  • Wird es ruhig?
  • Wird es schwer?
  • Wird es weit?
  • Oder entsteht Widerstand?

Ein Seelenstein fühlt sich einfach stimmig an.

Viele beschreiben es so:

„Er ist einfach da.“

3. Wiederkehr

Ein weiterer Hinweis ist Wiederholung.

  • Du begegnest dem gleichen Stein an verschiedenen Orten.
  • Du verlierst ihn – und findest ihn wieder.
  • Du legst ihn weg – und holst ihn doch zurück.

Ein Seelenstein drängt sich nicht auf. Er bleibt.

Der Seelenstein und das Urweibliche

Für Menschen mit einer starken Verbindung zum Urweiblichen – zu Nacht, Erde, Höhle, Wasser, Zyklus – zeigen sich Seelensteine oft anders als in klassischen Systemen.

Typisch sind Steine, die:

  • matt oder sanft schimmern
  • keine grelle Farbe haben
  • eher Tiefe als Glanz ausstrahlen

Dazu gehören insbesondere Amethyst und Mondstein, aber auch Perlen.

Der Seelenstein verändert sich – oder auch nicht

Manche Menschen haben:

  • einen Seelenstein fürs Leben

Andere:

  • einen Stein pro Lebensphase

Beides ist gut. Ein Wechsel bedeutet nicht, dass der alte Stein „falsch“ war. Vielleicht hat er einfach seine Aufgabe erfüllt.

Woran du erkennst, dass es nicht dein Seelenstein ist

Auch das gehört zur Ehrlichkeit:

  • Du brauchst Erklärungen, um ihn zu mögen. (Du bist Widder, also ist es Roter Jaspis. Nein, einfach nein!)
  • Du nutzt ihn nur, weil „du solltest“.
  • es fühlt sich einfach nicht stimmig an.

Ein Seelenstein braucht keine Rechtfertigung.

Mein persönliches Fazit

Ich habe meinen Seelenstein weder über mein Sternzeichen gefunden noch über den Aszendenten noch +über irgend ein anderes Thema, sondern über Gefühl, Farbe, Energie und Wiederkehr.

Auch du wirst deinen Seelenstein finden. Vertrau einfach auf dich und dein Gefühl.

Das könnte dich auch interessieren:

Heilsteine an Kraftorten aufladen
Die 20 wichtigsten Heilsteine und ihre Bedeutung
8 schamanische Kraftorte in Deutschland