Catching Fire – Unterschied von Buch und Film

Die Tribute von Panem – Gefährliche Liebe ist der Roman zum Film mit dem Originaltitel „Catching Fire“. Teil zwei der Triologie „Die Tribute von Panem“ (original auf englisch: The Hunger Games: Catching Fire) handelt erneut von der jungen Katniss, die zusammen mit Peeta als Siegerin aus den Hungerspielen hervorgegangen ist. Doch damit hat sie Präsident Snow brüskiert – schließlich soll es immer nur einen Sieger geben. In Teil 2 muss Katniss erneut in die Arena, um mit anderen Tributen noch einmal um das nackte Überleben zu kämpfen. Und diesmal soll nur einer gewinnen – das haben sich Präsident Snow und der neue Spielmacher Plutarch Heavensbee beschlossen.

Unterschiede zwischen dem Film Catching Fire und dem Buch „Gefährliche Liebe“

*******************SPOILER***********************************

Grundsätzlich hat der Film die Handlung des Romans sehr gut wiedergegeben. Der große Unterschied besteht wieder darin, dass im Buch die Gefühle von Katniss deutlicher geschildert werden – sie kann sich nicht entscheiden zwischen Peeta und Gale. Im Film sagt sie das zwar einmal auch zu Gale, ansonsten wirkt es insbesondere in der Arena jedoch so, dass sie sich zunehmend in Peeta verliebt. Im Buch ist sie nach wie vor hin- und hergerissen.

Da das Buch konsequent aus der Sicht von Katniss erzählt wird, fehlen alle Szenen, in denen wir im Film Präsident Snow mit seiner Enkelin oder allein im Gespräch mit dem Spielmacher Plutarch erleben.

Die Vorbereitung

Katniss, die Flüchtlinge und der Elektrozaun

Im Buch gibt es eine Szene, in der Katniss versucht, Flüchtlingen zu helfen, die nach Distrikt 13 fliehen wollen. Das ist das erste Mal, dass Katniss davon hört, dass dort ein Leben möglich sein soll. In der Folge beginnt sie, die Geschichten des kapitols zu District 13 zu hinterfragen und stößt immer wieder auf Ungereimtheiten. Als Katniss zurückerhrt, stellt sie fest, dass der bisher inaktive Elektrozaun, der den Wald und das Dorf trennt, wieder unter Strom steht – ein Zeichen der Macht vom neuen Obersten Friedenswächter Romulus Thread. Sie klettert auf einen Baum, hangelt sich auf einem Ast entlang auf die andere Seites des zauns und lässt sich fallen, wobei sie sich an der Hüfte verletzt. Durch den Elektrozaun ist es für Gale und Katniss nahezu unmöglich, jagen zu gehen – vor allem, da Katniss unter Beobachtung vom Kapitol steht. Im Film fehlt diese Szene ganz.

Im Film wird Gale ausgepeitscht, weil er den neuen Obersten der Friedenswächter, Romulus Thread, attackiert. Dieser hatte vorher den Schwarzmarkt zerstört. Im Buch wird Gale bei der Jagd erwischt und ausgepeitscht.

Vorbereitung auf die Spiele

Im Buch bereiten sich Peeta und Katniss sehr genau auf die Spiele vor. Sie nutzen die alten Aufzeichnungen, um ihre zukünftigen Gegner zu analysieren. Dabei sehen sie sich unter anderem die Aufzeichnung des Jahres an, in dem Haymitch gewonnen hat. Haymitch versucht dabei, das Mädchen von District 12 zu retten, aber er scheitert wie Katniss. Den letzten Kampf liefert er sich mit dem Mädchen aus District 1. Sie stirbt durch eine Art Boomerang-Axt, die sie selbst geworfen hat. Diese Szene fehlt im Film Catching Fire.

Auf der Party von Präsident Snow trifft Katniss im Buch Gefährliche Liebe auf den Spielmacher Plutarch. Er benimmt sich seltsam und zeigt ihr eine Uhr und sagt dazu: Es beginnt um Mitternacht. Katniss erkennt dies später als einen Hinweis, den er ihr gegeben hat, sie weiß jedoch nicht, dass er tatsächlich auf ihrer Seite steht. Auch diese Szene fehlt im Film Catching Fire.

 Die Arena

Die Eingangsszene in der Arena wurde abgeändert, da Peeta im Buch nicht schwimmen kann. Er bleibt zunächst auf seiner Plattform, ohne zu kämpfen. Finnick hilft ihm an Land.

Als Katniss, Peeta, Mags und Finnick im Buch vor dem Nebel flüchten, trägt Katniss Mags zunächst ein Stück, während Finnick Peeta hilft. Als Katniss Mags doch nicht tragen kann, geht Mags freiwillig in den Nebel und stirbt qualvoll. Im Film geht Mags schon vorher in den Nebel und verschwindet einfach.

Der Kampf in der Arena dauert im Film etwa 48 Stunden, während im Buch mehr Zeit vergeht. Darüber hinaus werden Katniss und die anderen per Fallschirmen mit Brot versorgt – anders als im Film, in dem sie nur den Zapfen für das Wasser bekommen.

Im Film gibt es in der Arena am Ende eine Szene, in der Katniss überlegt, Finnick zu töten. Doch dieser sagt zu ihr: Erinnere dich daran, wer der wahre Feind ist. Daraufhin lässt sie Finnick am Leben. Im Buch wird Finnick von Enobaria bedroht. Katniss überlegt, sie zu töten, erinnert sich dann aber daran, wer der wahre Feind ist. Katniss hat Peeta rufen hören. Sie weiß, dass er am Leben ist und deswegen ist sie ruhig, als sie den Bogen in den Himmel schießt, da sie denkt, dass sie sterben wird.

Fazit

Der Film richtet sich stark nach dem Buch Gefährliche Liebe. Zwar fehlen einige Teile, sonst würde das Buch aber unerträglich lang. Dafür wurden einige Szenen mit Präsident Snwo eingefügt, was den handlungsverlauf jedoch nicht stört und zeigt, wie sehr der Einfluss von Katniss im Kapitol steigt – so trägt beispielsweise die Enkelin von Snow einen Zopf wie Katniss.

Schön umgesetzt wuren auch die Bezüge auf totalitäre Regimes sowie auf das römische Reich. Der Platz, auf dem Präsident Snowden spricht, wirkt auf der einen Seite wie ein Straßenzug, der von Hitlers Architekt Speer hätte geplant sein können. Auf der anderen Seite verleihen die Pferdewagen der Szene einen Touch wie im römischen Reich. Die namen im Kapitol sind überwiegend lateinischen und griechischen Ursprungs (Plutarch, Caesar, Romulus…). Die Reichen nutzen Mittel, um sich zu erbrechen und anschließend weiterzuschlemmen – auch das wurde im alten Rom gemacht. Nicht zuletzt bedeutet Panem auf Latein Brot. Und Panem et Circenses – Brot und Spiele ist ein geflügelter Begriff. Die Arena selbst zeigt natürlich starken Bezug zu den römischen Gladiatorenkämpfen.

 Weitere interessante Beiträge

 

 

 

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.